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Rezension

[Rezension] Emma Scott: Between your words

Beitragsbild Between your words

Emma Scott: Between your words
Preis: 14,00 € (Klappenbroschur) / 9,99 (eBook)
Verlag: LYX Verlag
Erscheinungstermin: 29. Januar 2021

Between your words ist ein Buch von Emma Scott. Es ist am 29. Januar 2021 bei LYX als Klappenbroschur erschienen. Das Buch umfasst ca. 464 Seiten. Das Original A Five-Minute life erschien 2019. Übersetzung von Inka Marter.

Inhalt

Reichen fünf Minuten, um sich zu verlieben?

Thea leidet unter einer dramatischen Form der Amnesie. Sie hat fünf Minuten, bevor ihr Kurzzeitgedächtnis wieder gelöscht wird. Für alle außer Jim Whelan ist sie ein hoffnungsloser Fall. Allein Jim erkennt, dass ihre seltsamen Kunstwerke aus Wortketten Hilferufe sind. Trotz aller Widrigkeiten entsteht zwischen ihm und Thea eine tiefe Verbindung. Als sich eine neue riskante Behandlungsmöglichkeit auftut, könnte dies eine Chance für ihre scheinbar unmögliche Liebe sein – oder aber ihr Ende bedeuten …

(Klappentext)

Meinung

Ach, Emma Scott! Sie hat es mal wieder geschafft und ein neues Meisterwerk fabriziert. Anders kann ich es nicht beschreiben. Bereits mit anderen Büchern wie „Bring Down the Stars“ oder „Never Doubt“ konnte sie mich begeistern. Allerdings habe ich es hier mit einer noch extremeren Thematik zu tun bekommen als sonst.

Kunst als zentrale Thematik

Was ich den Büchern von Emma Scott bisher sehr mag: Es geht immer um ein künstlerisches Thema. In „Between your words“ ist es die Malerei, die die zentrale Kunst-These beschreibt. Man muss allerdings kein Kunst-Kenner sein, um trotzdem Spaß beim Lesen zu haben.

Protagonistin Thea drückt sich durch ihre Malerei und ihre sonstigen Kunstwerke aus. Was sie über Sprache allein nicht übermitteln kann, wird in ihren Werken verarbeitet. Das führt dazu, dass ich einen noch besseren Draht zu ihr als Charakter bekommen habe. Dass ich ihre Gefühle viel besser nachvollziehen und verstehen konnte.

Was ist ein Mensch ohne Erinnerung?

„Between your words“ erzählt von Thea und ihrer Amnesie. Nur fünf Minuten hat sie, bevor sozusagen alles zurückgesetzt wird. In lediglich fünf Minuten kann nicht wirklich viel passieren. Und doch gibt es so viele wundervolle Szene, die durch die Kürze der Zeit erst so einzigartig werden. Manchmal reichen eben schon wenige Minuten, damit man seinen Gegenüber besser kennenlernt oder ein niveauvolles Gespräch entsteht.

Denn was sind wir, wenn nicht unsere Erinnerungen? Wer sind wir ohne sie?

Seite 283

Dieses Zitat hat mich zum Nachdenken angeregt und ich kann inzwischen zustimmen. Wenn ich mich nicht mehr an das erinnern könnte, was in meiner Vergangenheit bereits passiert ist, wäre ich nicht der Mensch geworden, der ich inzwischen bin. Deswegen würde ich übrigens auch immer verneinen, wenn jemand fragt, ob ich gerne zurückreisen und etwas ändern würde. Ich wäre einfach nicht mehr ich. Doch wie soll Thea noch sie selbst sein, wenn sie nach fünf Minuten alles vergisst? Gerade das hat das Buch so spannend gemacht und ich habe die ganze Zeit für sie gehofft.

Keine leichte Kost

Emma Scotts Schreibstil zieht mich immer sofort in die Geschichte hinein. Ich fiebere mit den Charakteren mit. Wenn sie leiden, leide auch ich. Sind sie glücklich, geht es mir ähnlich. In „Between your words“ gibt es allerdings einige Szene, die nicht ganz leicht verdaulich sind. Sie sollten daher mit Vorsicht genossen werden. Ich selbst bin bei manchen Vorgängen richtig wütend geworden und hätte am liebsten das Buch zur Seite geworfen.

Daher fand ich aber schön, dass die meisten Probleme aufgeklärt und ggf. bekämpft wurden. Ich habe als Leser dadurch gesehen, dass es einen Ausweg oder dass es Gründe für bestimmte Verhaltensweisen gibt, auch wenn diese es natürlich nicht automatisch rechtfertigen.

Vom Willen zu leben

Trotz der vielen schweren Szenen gibt es noch genauso viele, die etwas anderes zeigen. Szene, die von Glück und Liebe berichten. Welche, die zeigen, wie sehr man sich für andere Menschen einsetzen kann und wie gut man tatsächlich Steine aus dem Weg bekommt.

Gar nichts ist von Dauer, egal, ob es gut oder schlecht ist […] Deshalb müssen wir so viel leben, wie wir können, so gut wir können, jeden Moment.

Seite 311

So viel Lebenswille steckt in diesem Zitat. Es hat mich so sehr abgeholt, denn oftmals vergessen wir, dass man nicht auf etwas warten sollte. Sondern dass wir den Moment genießen sollten. Denn wer weiß, wie viel Zeit uns noch bleibt? Vielleicht ist es bald schon zu spät. Daher habe ich diesen Gedanken genutzt und halte ihn mir regelmäßig vor Augen.

Fazit

Mir bleibt eigentlich nur zu sagen: Es war für mich ein ziemliches Highlight und ich wurde von Emma Scott erneut nicht enttäuscht. Das Thema ist gut gewählt und wird super behandelt. Die beiden Hauptcharaktere haben sich absolut in mein Herz geschlichen und ich habe wieder einige tolle Lesestunden mit „Between your words“ gehabt.

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