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Rezension

[Rezension] Christine Drews: Freiflug

Ansicht Buch „Freiflug“ von Christine Drews

Christine Drews: Freiflug
Preis: 20,00 € (Hardcover) / 9,99 (eBook)
Verlag: Dumont
Erscheinungstermin: 12. März 2021

Freiflug ist ein Buch von Christine Drews. Es ist am 12. März 2021 bei Dumont als Hardcover erschienen. Das Buch umfasst ca. 352 Seiten.

Inhalt

Die erste Linienflugkapitänin der Welt

Köln 1974. Als eine junge Frau Katharina Berners Büro betritt und sie um Hilfe bittet, weiß die Anwältin sofort, dass es hier um etwas Großes geht: Rita Maiburg hat sich bei der Lufthansa um eine Stelle als Pilotin beworben und wurde abgelehnt – weil sie eine Frau ist. Diese Ungerechtigkeit möchte sich Rita nicht gefallen lassen. Also beschließen die beiden, Klage einzureichen: gegen die Lufthansa und gegen ihre Anteilseignerin, die Bundesrepublik Deutschland. Und auch wenn sie ahnen, dass es ein steiniger Weg wird – sie wollen kämpfen, um Ritas Traum vom Fliegen Wirklichkeit werden zu lassen.

Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt Christine Drews von zwei Frauen, die für Gleichberechtigung in einer von Männern dominierten Welt eintreten.

(Klappentext)

Meinung

Als ich von dem Buch „Freiflug“ hörte, musste ich es einfach lesen. Das Cover selbst hätte mich persönlich eher weniger angesprochen, da es sehr schlicht ist und ich es lieber farbiger mag. Trotzdem passt die Gestaltung aber sehr gut zur Geschichte.

Toller Stil und Spannung

Zu Beginn hatte ich kleine Probleme, richtig im Buch anzukommen. Das hat sich aber zum Glück schnell gelegt, als die beiden Charaktere dann aufeinander getroffen sind und die Story so wirklich begann. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich hatte regelmäßig passende Bilder vor Augen. Es blieb die ganze Zeit spannend, sodass ich unbedingt weiterlesen musste.

Die beiden Hauptcharaktere waren gut gewählt. Zwei Frauen, die ihrer Zeit voraus waren und für sich eingetreten sind. Beide waren stark und haben dafür gekämpft, dass sie ihr Leben so führen können, wie sie sich das für sich vorgestellt haben. Anwältin Katharina, die als Frau Jura studiert und als Anwältin gearbeitet hat. Rita, die sich für eine Pilotenausbildung entschied und Linienflugpilotin werden wollte. Beides gute Vorbilder und somit perfekt für die Geschichte, die eben doch zum Teil fiktiv ist.

Wahre Geschichten

Das Besondere am Buch war aber natürlich, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit basiert. Ich mag sowas immer besonders gerne, da ich mich im Nachgang noch weiter mit der Thematik befassen kann, wenn ich das möchte und ich kann eine bessere Verbindung zu den Charakteren und Handlungen aufbauen. Allerdings hat mich das Buch dadurch dieses Mal auch wütend gemacht beim Lesen. Denn es wurden Themen behandelt, von denen ich zwar wusste, dass es damals war. Aber wenn man sie tatsächlich in Geschichten beschrieben bekommt, denkt man deutlich mehr darüber nach und muss sich damit auseinandersetzen.

Das Recht der Frauen

Die zentrale Thematik war natürlich die Gleichberechtigung der Frauen. Es wurden im Verlauf der Handlung diverse Punkte aufgezeigt, wo Frauen noch nicht gleichberechtigt waren bzw. keine Chance hatten. Auch einige Nebenhandlungen haben mich dabei so mitgerissen. Kaum vorstellbar, dass die Zeit noch gar nicht so lange vorbei ist. Nur wenige Jahrzehnte, keine -hunderte oder -tausende. Nein, eher als wäre es gestern so gewesen. Was mich zum einen froh macht, dass es mir heutzutage deutlich besser geht als den Frauen damals. Zum anderen aber auch zeigt, wie wenig die Gleichberechtigung bisher umgesetzt ist.

Drews hat mit „Freiflug“ hier eindeutig den Zahn der Zeit getroffen und uns ein wichtiges Werk zur Verfügung gestellt, das von so vielen weiteren Menschen gelesen werden sollte. Ich glaube, jeder kann etwas daraus lernen und sich bewusst machen, dass noch einiges zu tun ist. Daher muss es einfach so oft wie möglich weiterempfohlen werden.

Fazit

Trotz meiner anfänglichen Probleme, in die Geschichte eintauchen zu können, gibt es also von mir eine klare Empfehlung. Eine spannende Thematik, die aufwühlt und öfter erzählt werden muss.

Vielen Dank an Lovelybooks und Dumont für die Bereistellung des Leseexemplars.

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