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Rezension

[Rezension] Amy Bloom: Meine Zeit mit Eleanor

Ansicht eBook „Meine Zeit mit Eleanor“

Amy Bloom: Meine Zeit mit Eleanor
Preis: 20,00 € (Hardcover) / 8,99 (eBook)
Verlag: Atlantik Verlag
Erscheinungstermin: 01. April 2019

Meine Zeit mit Eleanor ist ein Buch von Amy Bloom. Es ist am 01. April 2019 bei Atlantik Verlag als Hardcover erschienen. Das Buch umfasst ca. 272 Seiten. Das Original Whites Houses erschien 2018. Übersetzung von Kathrin Razum.

Inhalt

Washington, 1932: In der heißen Phase des Präsidentschaftswahlkampfes reist die junge, erfolgreiche Reporterin Lorena Hickok in die Hauptstadt, um in einer Kolumne Einblicke in das Leben von Franklin D. Roosevelt und seiner Frau Eleanor zu liefern. Nur wenige Wochen nach dem neuen Präsidentenpaar zieht »Hick« ebenfalls ins Weiße Haus ein – und wird zur Geliebten der First Lady. Sie lieben, fördern und fordern einander gleichermaßen: die geistreiche Hick, die sich aus armen Verhältnissen hochgearbeitet hat, und die idealistische, warmherzige Eleanor, die mit ihrem Kampf für die Menschen- und Arbeiterrechte, für Pressefreiheit und Gleichberechtigung in die Geschichte eingehen wird. Nach außen hin ein wohlgehütetes Geheimnis, ist die wahre Natur der Freundschaft in vertrauten Kreisen schnell bekannt – und wird von politischen Affären und Pflichten immer wieder auf die Probe gestellt.

(Hoffmann & Campe / Atlantik Verlag)

Meinung

Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut und gehofft, dass es mir gut gefällt. Aber das ging leider ziemlich schief. Nachher war das Cover für mich tatsächlich das Schönste am Buch. Was ist passiert?

Blasse Charaktere ohne Zugang

Schon der Einstieg hat mich extrem ausgebremst. Ich konnte absolut nicht in die Geschichte eintauchen und habe keinerlei Verbindung zu den Charakteren aufbauen können. Das blieb leider bis zum Ende des Buches so und hat sich also nie gebessert. Dabei ist das für mich sehr wichtig, um Gefallen an einer Geschichte finden zu können. So blieben die Personen für mich eher abstrakt und oberflächlich.

Insbesondere „Hick“ und Eleanor konnte ich zu Beginn kaum auseinander halten, sodass ich so manche Handlungsstränge nicht verstand. Zumal öfter zwischen dem Spitznamen „Hick“ und dem echten Namen Lorena gewechselt wurde. Das hat es für mich noch komplizierter gemacht und ich konnte die beiden Charaktere erst trennen, als ich etwas mehr über sie erfahren hatte.

Nahtloser Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit

Allgemein lag mir auch der Aufbau des Buches nicht. Es wird zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewechselt, was ich sonst sehr gerne lese. Aber hier fehlte mir die richtige Kennzeichnung der Vergangenheit und eine nähere Erläuterung. In der Gegenwart fing zum Beispiel ein Gespräch an und dann ging es direkt in die Rückblende über, ohne dass ich genau herauslesen konnte, wann der Zeitsprung erfolgte.

Dadurch habe ich auch jetzt noch das Gefühl, dass die Berichte aus der Vergangenheit nicht chronologisch waren. Wirklich bestätigen kann ich es nicht, da ich es einfach absolut nicht zuordnen kann. Auch das hat mir also das Lesen extrem beschwerlich gemacht.

Immer mehr Personen, immer weniger Details

Ab Mitte des Buches kamen ständig neue Personen und Geschichten zu diesen Personen hinzu. Das war der Zeitpunkt, wo ich komplett ausgestiegen bin. Normalerweise wäre es an der Stelle für mich besser gewesen, das Buch einfach abzubrechen, da sich der Lesefluss und -spaß für mich überhaupt nicht besserte. Trotzdem hatte ich irgendwie noch Hoffnung und habe bis zum Ende durchgehalten.

Ein bisschen mehr Chronologie und deutlichere Kennzeichnungen hätte es mir einfacher gemacht. Weniger Personen und tiefergehende Erklärungen wären bestimmt hilfreich gewesen, damit ich endlich einen Zugang zu den Charakteren hätte finden können. Stattdessen ging die meiste Handlung an mir vorbei und ich bleibe eher frustriert nach dem Lesen zurück.

Fazit

Leider absolut nicht mein Buch. Ich hatte mir hier deutlich mehr erhofft und habe das Buch leider nur enttäuscht beenden können. Dadurch kann ich es nicht weiterempfehlen. Kann mir aber vorstellen, dass es trotzdem einige Leser gibt, die besser mit der Geschichte klar kommen und eher ihren Lesegenuss bekommen.

Vielen Dank an Netgalley und Atlantik Verlag für die Bereitstellung des Exemplares.

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