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Rezension

[Rezension] Moritz Heger: Aus der Mitte des Sees

Ansicht „Aus der Mitte des Sees“

Moritz Heger: Aus der Mitte des Sees
Preis: 22,00 € (Hardcover)
Verlag: Diogenes Verlag
Erscheinungstermin: 24. Februar 2021

Aus der Mitte des Sees ist ein Buch von Moritz Heger. Es ist am 24. Februar 2021 bei Diogenes Verlag als Leinenband mit Schutzumschlag erschienen. Das Buch umfasst ca. 256 Seiten.

Inhalt

Ein Kloster – Sehnsuchtsort für eine Auszeit. Und ein Ort, um die wesentlichen Dinge des Lebens zur Sprache zu bringen.

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Die Mitbrüder drängen Lukas, die Leitung des Klosters zu übernehmen, doch auch das Leben lockt. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

Ein Buch der Unruhe, der Selbsterforschung, das Herz und Geist zum Schwingen bringt. In einer wunderbaren Prosa, die einen vielstimmigen Resonanzraum erschafft.

(Klappentext)

Meinung

Ich habe eher wenig mit Glauben, Klostern oder Themen dieser Art zu tun. Trotzdem klang das Buch für mich sehr interessant und ich war neugierig darauf. Insbesondere die Aussage, dass sich Protagonist Lukas dem Schwimmen widmet, um wichtige Entscheidungen zu treffen, war der Auslöser.

Schwieriger Einstieg, anderer Stil

Der Einstieg gestaltete sich für mich letztendlich sehr schwierig, da ich den Stil bisher so nicht aus anderen Büchern kenne. Lukas erzählt die Geschichte und spricht dabei immer wieder andere Charaktere mit „du“ an. Im Laufe des Buches wird auch erklärt, wieso es zu dem Stil kommt. Allerdings hatte ich mich bis dahin schon fast dran gewöhnt. Wäre es nur eine Person, die Lukas anspricht, wäre es für mich deutlich einfacher gewesen. Er wechselt aber den Ansprechpartner, sodass ich am Anfang immer erstmal überlegen musste, um welchen Charakter es jetzt gehen könnte.

Allgemein hatte ich gerade zu Beginn des Buches viele Passagen, an denen ich eher vorbei gerauscht bin, ohne wirklich das Gelesene verarbeiten zu können. Ich für mich habe leider festgestellt, dass das meist an den Szenen selbst liegt und es mir nichts bringt, diese nochmal zu wiederholen. Denn meine Gedanken würden wieder abschweifen. Das fand ich sehr schade, da mir dadurch doch einiges von der Handlung verloren gegangen ist.

Fachwissen von Vorteil?

Ich glaube, manchmal wäre es besser gewesen, wenn man ein gewisses Grundwissen zu Glauben und Religion hat. Beim Lesen bin ich oftmals auf Wörter getroffen, mit denen ich absolut nichts anfangen konnte. Sie schienen für mich aber nicht zwingend relevant, sodass ich sie nicht recherchiert habe. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass es mindestens einiges zur Stimmung beigetragen hätte.

Da ich das Buch gemeinsam mit anderen in einer Leserunde gelesen habe, ist mir das besonders am Schluss aufgefallen, dass mir da teilweise Wissen fehlt. Denn eine andere Leserin hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, dass ein Bibelvers auf etwas hinweist, was mir zum damaligen Zeitpunkt unklar war. Das ist prinzipiell sehr toll und macht das Buch dann schon wieder besonders. Aber ebenso schwer für Menschen, die sich nicht in der Thematik auskennen. Ihnen werden dadurch kleinere Details verloren gehen.

Verwirrende Handlung

Die Handlung war für mich zeitweise etwas verwirrend, da ich nicht genau wusste, worauf das Buch letztendlich hinauslaufen wird. Das hängt auch damit zusammen, dass diverse Charaktere angesprochen werden und viele Themen aufkommen. Im Endeffekt ist es zwar wieder halbwegs rund gewesen, sodass mich das Ende soweit zufrieden zurückgelassen hat. Aber mir fehlte zwischendrin dadurch die Verbindung zu allem.

Die Gefühle und Gedanken von Lukas konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen. Gerade in Hinblick darauf, dass sich die Handlung in einer sehr kurzen Zeitspanne abspielt. Auch hätte ich mir deutlich mehr Szenen rund um den angekündigten See gewünscht. Diese kamen zwar immer vor, aber waren letztendlich nicht so, wie ich sie mir vorgestellt hätte.

Fazit

Insgesamt fand ich das Buch „Aus der Mitte des Sees“ ganz gut zu lesen. Die Thematik war etwas anderes zu den Themen, die ich sonst in Büchern zu lesen bekomme. Für mich vor allem in die Richtung Glaube, Religion, Kloster ein Versuch, etwas Neues zu probieren. Dahingehend auch interessant, aber ich bin nicht ganz so zufrieden nach dem Lesen, wie ich es mir gewünscht hätte. Für andere Menschen kann das Buch aber durchaus sehr empfehlenswert sein.

Vielen Dank an Lovelybooks und Diogenes für die Bereitstellung des Leseexemplares.

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