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Rezension

[Rezension] Michelle Marly: Romy und der Weg nach Paris

Ansicht „Romy und der Weg nach Paris“

Michelle Marly: Romy und der Weg nach Paris
Preis: 12,99 € (Klappenbroschur) / 9,99 (eBook)
Verlag: Aufbau Verlag
Erscheinungstermin: 15. März 2021

Romy und der Weg nach Paris ist ein Buch von Michelle Marly. Es ist am 15. März 2021 bei Aufbau Verlag als Klappenbroschur erschienen. Das Buch umfasst ca. 415 Seiten.

Inhalt

Romy Schneider – die größte Schauspielerin ihrer Zeit

1958: Die junge Romy fühlt sich in einer Sackgasse gefangen. Als Sissi ist sie zum Weltstar geworden, doch sie ist es leid, immer nur das süße Mädel zu geben. Sie träumt von einer Laufbahn als Charakterdarstellerin. Dann lernt die wohlbehütete Romy bei Dreharbeiten den noch unbekannten Alain Delon kennen – und verliebt sich in den rebellischen jungen Mann. Gegen den Willen ihrer Familie folgt sie ihm nach Paris. Doch Romys Karriere gerät ins Stocken, und schon bald erlebt auch ihre Liebe zu Alain eine Krise …

(Klappentext)

Meinung

Ebenso wie „Die Frau von Montparnasse“ gehört auch Michelle Marlys „Romy und der Weg nach Paris“ zur Reihe über starke Frauen, die beim Aufbau Verlag erschienen ist. Es war also ziemlich klar, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen muss.

Der Einstieg in „Romy und der Weg nach Paris“

Der Einstieg in die Geschichte hat mir ganz gut gefallen. Zu Beginn war ich zwar nur oberflächlich dabei, aber recht schnell konnte ich dann wirklich einsteigen. Das lag daran, dass ich erstmal in der Story ankommen musste, denn ich persönlich kannte die vielen Namen und somit Persönlichkeiten vorher nicht. Gerade wer sich schon mal mit Romy Schneider beschäftigt hat, wird es hier natürlich deutlich einfacher haben. Ein Vorwissen ist aber trotz allem absolut nicht zwingend.

Ich selbst kenne Romy nur von den Sissi-Filmen, die ich übrigens nie gesehen habe. Daher war ich gespannt auf ihr Leben und ihre Geschichte. Schnell habe ich gelernt, dass so viel mehr als nur „Sissi“ dahinter steck und konnte somit einige neue Informationen aus dem Buch ziehen.

Schöner Stil und persönliche Verbindung

Der Schreibstil von Michelle Marly gefällt mir sehr gut. Ich habe bereits einige andere Bücher von ihr im Regal, die ich jetzt zeitnah auch noch lesen möchte. Sie hat die Geschichte so aufgebaut, dass sie nachvollziehbar die Fakten rüber gebracht hat. Ich konnte Romy auf ihrem Weg begleiten und habe mich mit dem Buch verbunden gefühlt.

Besonders faszinierend fand ich die persönlichen Abschlussworte der Autorin am Ende des Buches. In ihnen erklärt sie, warum es „Romy und der Weg nach Paris“ gibt und gibt einen kleinen Ausblick (bzw. Rückblick), wie sich alle Personen entwickelt haben. Das macht zum einen den Abschluss schön rund und zum anderen liebe ich es, wenn ich die Verbindungen von Autoren zu ihren Büchern lese.

Romys Leben und die zentralen Personen

Im Buch geht es letztendlich um Romys Weg nach Paris, wie es der Titel schon ankündigt. Dahingehend fand ich es etwas schade, dass ich mitten in die bereits bestehende Karriere geworfen werde. Mich hätte es natürlich auch sehr interessiert, wie Romy überhaupt zu den Sissi-Filmen kam. Aber das ist letztendlich nicht weiter tragisch, denn es gibt so viel mehr über sie zu erzählen. Mit dem Verlauf der Geschichte kommen immer weitere Personen hinzu, die einen Teil zu Romys Leben beigetragen haben.

Meist habe ich dann immer etwas Probleme, mir alle Namen zu merken, wenn ich die Personen vorher nicht kannte. Hier war es aber kein Problem, was vor allem am Aufbau des Buches lag. Es gibt drei zentrale Personen, die Romy geprägt haben. Für diese drei Personen gibt es auch drei Teile, die mit dem jeweiligen Namen beginnen. Das hat für Struktur gesorgt und für mich war es dadurch deutlich einfacher.

Achterbahn der Gefühle

Da ich das Buch in einer Leserunden gelesen habe, konnte ich mir zu den jeweiligen Abschnitten viele Gedanken machen und mich mit anderen Lesenden austauschen. Allein dadurch bleibt natürlich viel von der Geschichte hängen. Aber im Leben vom Romy ging es so stark hin und her, dass es sowieso so gewesen wäre. Sie hat einige Päckchen zu tragen und muss ihren eigenen Weg finden. Ihr Leben verlief in frühen Jahren so anders zu anderen, da sie aus einer Künstlerfamilie stammt und selbst sehr früh vor der Kamera stand.

Ihre Eltern haben die meiste Zeit die Fäden in der Hand und ich konnte verfolgen, wie sie sich von diesen zu lösen versucht. Dabei muss sie natürlich eigene Erfahrungen machen, aus Fehlern lernen und sich abnabeln. Dementsprechend auch Dinge tun, vor denen sie gewarnt wird und erlebt dadurch einer Achterbahn der Gefühle. Mit Romy zusammen habe auch ich diese Gefühle mitspüren können. Man hofft und bangt für sie, man sorgt sich und man freut sich.

Fazit

Insgesamt war „Romy und der Weg nach Paris“ ein tolles Erlebnis, obwohl nur eine kleine Spanne aus dem Leben der Romy Schneider dargestellt wurde. Aber das hin und her sowie das Abnabeln von der Familie sind so mitreißend, dass ich als Leserin mitgefühlt und mitgelitten habe. Es gab so viele Aspekte, die beleuchtet wurden und auch die Charaktere um Romy herum konnte ich während des Lesens sehr gut kennenlernen. Ähnlich wie bereits andere Bücher aus der Reihe vom Aufbau Verlag über die starken Frauen kann ich auch dieses Buch wieder weiterempfehlen.

Vielen Dank an Aufbau Verlag und Lovelybooks für die Bereitstellung des Exemplares.

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