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Rezension

[Rezension] Bettina Storks: Dora Maar und die zwei Gesichter der Liebe

Ansicht "Dora Maar und die zwei Gesichter der Liebe"

Bettina Storks: Dora Maar und die zwei Gesichter der Liebe
Format: Klappbroschur
Verlag: Aufbau Verlag
Erscheinungstermin: 21. Juni 2021
Seiten: 451 Seiten

Inhalt

Dora und Pablo – eine leidenschaftliche Liebe, so besonders wie ihre Kunst.

Paris, 1936: Die erfolgreiche Fotografin Dora ist das Herz des surrealistischen Kreises um André Breton und Man Ray. Dann begegnet die exzentrische junge Frau Pablo Picasso – und zwischen den beiden entfaltet sich eine so leidenschaftliche wie abgründige Liebe. Doras dünstere Sinnlichkeit prägt fortan die Malerei Picassos, auch inspiriert sie ihn zu seinen ersten politischen Werken, allen voran „Guernica“. Doch er kann neben sich keinen anderen Künstler gelten lassen, und ihre kreative Entwicklung stockt. Immer größer werden die Konflikte. Bis Picasso der jüngeren Françoise Gilot begegnet – und Dora zur Kunst zurückfinden muss, um ihre Liebe zu vergessen …

(Aufbau Verlag)

Meinung

Vor einigen Jahren habe ich bereits „Madame Picasso“ von Anne Girard gelesen, sodass ich zumindest den Maler schon etwas näher kennenlernen durfte. Allgemein bin ich ja bekanntlich ein großer Fan der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ und habe schon einige Bücher daraus gelesen. Daher war ich natürlich sehr erfreut über den neuesten Band rund um Dora Maar.

Der Einstieg war im Vergleich zu anderen Büchern der Reihe etwas holpriger für mich. Die ersten Kapitel machen teilweise große Zeitsprünge und geben den Beginn von Doras Leben und Karriere in einer Art Schnelldurchlauf wieder. Prinzipiell sehr gut für den Informationsfluss. Allerdings konnte ich dadurch nicht ganz so schnell eine Bindung zu Dora aufbauen. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn später ändert sich das zum Glück.

Von Dora zu Picasso

Ging es im ersten Teil des Buches noch komplett um Dora, so ändert sich alles ab Teil 2 des Buches mit dem Auftritt Picassos. Die Inhaltsangabe lässt schon durchblicken, dass sich das Buch viel um die Beziehung der beiden drehen wird. Genau so war es dann auch. Ich habe miterlebt, wie Dora dem berühmten Picasso verfallen ist und sich damit auch zeitgleich selbst verlor. Ihre Kreativität rückt immer weiter in den Hintergrund. Stattdessen dreht sich nun alles um die Malerei von Picasso. Er wird zum absoluten Zentrum.

Einerseits konnte ich so auch noch viel Neues rund um den Maler lernen und fand es toll, dass so viele Kunstwerke im Buch erwähnt wurden, die ich mir parallel dazu im Internet direkt anschauen konnte. Allerdings ging mir Dora Maar dadurch zeitweise verloren. Während des Lesens fand ich das sehr schade. Mit Beenden des Buches konnte ich das jedoch nachvollziehen, denn gerade im Nachwort von Bettina Storks wird das nochmal aufgegriffen. Dadurch finde ich gerade dieses sehr gut und sehr wichtig, um das Buch besser verstehen zu können.

Fazit

Insgesamt leider nicht mein liebstes Buch aus der Reihe, aber auch „Dora Maar und die zwei Gesichter der Liebe“ habe ich wieder gerne gelesen. Teilweise etwas langatmig und zu viel Picasso. Am Anfang für mich etwas holprig. Aber trotz allem empfehlenswert für alle Fans der Reihe und für Interessierte an Kunst, Dora Maar und/oder Picasso.

Vielen Dank an Aufbau Verlag und Netgalley für die Bereitstellung des Exemplares.

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