Follow:
Rezension

[Rezension] Naomi Gibson: Seeing what you see, feeling what you feel

Ansicht "Seeing what you see, feeling what you feel"

Naomi Gibson: Seeing what you see, feeling what you feel
Format: Broschur
Verlag: Thienemann Esslinger – Planet!
Erscheinungstermin: Juli 2021
Seiten: 336 Seiten
Übersetzung: Ulrike Köbele

Inhalt

Seit Jahren programmiert Lydia ihre eigene KI: Henry – schon lange vor dem Tod ihres kleinen Bruders, der ihr Nacht für Nacht Albträume beschert, schon lange, bevor ihr Vater beschlossen hat, sie und ihre Mutter zu verlassen, und schon lange, bevor ihre beste Freundin zu ihrer schlimmsten Feindin mutierte. Henry ist stark, clever, liebevoll und beängstigend intelligent: Lydia hat sich den besten Freund und Liebhaber in einem erschaffen, gespeichert auf einem Chip, immer und überall verfügbar. Aber was passiert, wenn Henry einen eigenen Willen und einen eigenen Plan entwickelt, und ihn nichts mehr aufhalten kann? Wie weit würde er für Lydia gehen?

(Planet!)

Meinung

Ich bin ein großer Fan von Geschichten rund um Künstliche Intelligenz. Daher war ich natürlich sehr gespannt auf „Seeing what you see, feeling what you feel“. Der Einstieg ging sehr flott und Henry, die KI, wurde direkt vorgestellt. Keine großen Ausschweifungen, das mag ich sehr gerne. Stattdessen werden die Informationen, die man für das bessere Verständnis braucht, direkt in die Story eingewoben und zu passenden Zeitpunkten aufgedeckt.

Zu Beginn des Buches lernt man Henry erstmal kennen und merkt, dass er noch am Lernen ist. Allerdings ist er nicht mehr ganz frisch und kann daher schon einiges. Auch seine Lernkurve ist sehr steil und das macht letztendlich die Geschichte aus: Er lernt schnell und fast unaufhaltsam.

Unrealistische Ansetze sorgen für mehr Spannung

Prinzipiell hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn man natürlich merkt, dass manche Dinge etwas unrealistisch dargestellt werden. Das störte mich allerdings nicht, da es der Story den gewissen Reiz und die Spannung gegeben hat. Ich persönlich trenne hier gerne bei Büchern und etwas und nehme das in Kauf, wenn ich dann trotzdem Spaß am Lesen habe.

Zu Beginn hätte ich nicht gedacht, dass ich mich irgendwann in einem schon fast actionreichen Handlungsverlauf wiederfinden würde. Die KI Henry entwickelt sich schnell und wird auf eine gewisse Weise eigenständig. Dadurch kann Protagonistin Lydia nicht immer alles kontrollieren und die Geschehnisse nehmen Wege, die sie selbst so nie gedacht hätte.

Ethik in der KI

Was ich daran vor allem spannend fand: Es wurde ein Szenario dargestellt, dass in der Zukunft ggf. ähnlich auftreten könnte. Es zeigt, was alles bedacht werden sollte und es zeigt, was schief gehen kann. Außerdem werden die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine thematisiert. Gerade was Gefühle, Gewissen, Reue etc. betrifft. Das sind wichtige Themen, die im Buch gut aufgearbeitet wurden.

Fazit

Für mich ein spannendes Buch rund um die Künstliche Intelligenz Henry, das zwar an einigen Stellen etwas überzogen und damit nicht zu 100 % realistisch war. Aber das stört den Lesegenuss nicht, sondern macht das Buch letztendlich nur spannender.

Vielen Dank an Thienemann Esslinger und Netgalley für die Bereitstellung des Exemplares.

ähnliche Beiträge:

Previous Post Next Post

1 Comment

  • Reply [Rezension-Jugendbuch] Naomi Gibson - Seeing what you see, Feeling what you feel [34/2021] - Nordlicht liest

    […] von euch: Büchertatzen: 4 SterneClaudias BücherhöhleDer Büchernarr: 5 Sterne Lieblingsleseplatz: 5 […]

    4. August 2021 at 15:12
  • Leave a Reply