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Rezension

[Rezension] Jodi Picoult: Umwege des Lebens

Ansicht "Umwege des Lebens"

Jodi Picoult: Umwege des Lebens
Format: Hardcover
Verlag: C. Bertelsmann
Erscheinungstermin: August 2021
Seiten: 544 Seiten
Übersetzung: Elfriede Peschel

Inhalt

Ein mitreißender Roman über Chancen, die wir verpasst haben und solche, die noch vor uns liegen

Dawn Edelstein hatte sich einst bei Ausgrabungen in Ägypten in einen Kollegen verliebt. Bis ein Telefonanruf ihr Leben komplett umkrempelte. Fünfzehn Jahre später ist Dawn verheiratet, hat eine Tochter und arbeitet in Boston als Sterbebegleiterin. Als sie einen Flugzeugabsturz überlebt, drängt sich ihr die Frage auf, ob das gute Leben, das sie hat, noch viel besser hätte sein können. Auf der Suche nach der Antwort kehrt sie nach Ägypten zu dem Mann zurück, den sie einst leidenschaftlich liebte.

Umwege des Lebens setzt sich mit den großen Fragen der Lebensmitte auseinander: Was ist uns wichtig, mit wem wollen wir leben und wie sterben? Und ist es möglich – und akzeptabel -, Entscheidungen zu revidieren und einen anderen Weg zu wählen?

(Klappentext)

Meinung

Ich hatte immer viel von Jodi Picoult gehört, sodass ich irgendwann in der Bibliothek auf ihre Bücher stieß, sie auslieh und mich in die Geschichten verliebte. Demnach konnte ich an „Umwege des Lebens“ natürlich nicht vorbei und musste auch das neuste Werk der Autorin verschlingen.

Faszinierende Themen stark ausgearbeitet

Was ich einfach direkt zu Beginn hervorheben muss: Im Buch kommen einige Themen vor, die die Geschichte erst zu dem machen, was sie ist. Ich bin zwar auf keinem davon Experte, aber ich war absolut fasziniert von der Detailtiefe und den ausführlichen Erklärungen. Protagonistin Dawn war eigentlich auf dem Gebiet der Ägyptologie unterwegs. Daher gibt es viele Informationen über Hieroglyphen, Ausgrabungen, Gräber, Mumien und Co. Statt das einfach nur anzureißen, geht Picoult einen Schritt weiter und erklärt alles. Außerdem gibt es immer wieder Abbildungen von bestimmten Hieroglyphen oder Bildern aus den Grabkammern. Allein das hat das Buch für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht und ich konnte so viel dazu lernen.

Aber nicht nur dieser Bereich wurde gut ausgearbeitet. Neben dem ägyptischen Thema gibt es immer wieder Aspekte der Quantenmechanik und den Paralleluniversum sowie Betrachtungen des Sterbens, des Tods und der Sterbebegleitung bzw. Hospizarbeit. Auch hier hat Jodi Picoult detaillierte Beschreibungen einfließen lassen, Fachbegriffe verständlich erläutert und Anreize zum Nachdenken gegeben.

Fesselnde Handlungsstränge

„Umwege des Lebens“ wechselt bei jedem Kapitel die Handlungsorte. Diese sind entweder in Boston (und werden als „Wasser“ beschrieben) oder in Ägypten (als „Land“). Die erweiterte Beschreibung der Orte hat seinen Sinn, der innerhalb der Handlung aufgeklärt wird. Daher gefällt mir das sehr gut. Allgemein war ich sofort vom ersten Kapitel an das Buch gefesselt und in den Bann gezogen. Picoult beginnt mit einer dramatischen Szene, die mich sofort abgeholt und emotional mitgerissen hat.

Im Verlauf der Handlungen erfährt man Stück für Stück alles über die Gegenwart und durch Rückblicke in die Vergangenheit, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Dadurch kommen immer wieder neue Informationen hinzu, die letztendlich das Gesamtbild erschaffen. Mir persönlich hat der Handlungsstrang in Ägypten zwar besser gefallen, da mich das Thema einfach viel mehr fasziniert. Aber die Szenen in Boston waren trotzdem wichtig. Und ohne hier zu viel vorweg nehmen zu wollen: Trotz allem habe ich die Art der Verschmelzung beider Handlungsstränge so nicht kommen sehen, was für einen extremen Höhepunkt gesorgt hat.

Bildgewaltiger Schreibstil

Was mich bisher bei allen Büchern von Jodi Picoult begeistert hat: Sie schafft es, dass ich mir alles bildlich vorstellen kann und das Buch wie ein Film in meinem Kopf abläuft. Ich denke auch nach dem Beenden des Buches noch lange darüber nach und habe immer wieder Szenen vor Auge. So wird auch „Umwege des Lebens“ eine Geschichte sein, die mir noch lange in den Gedanken hängen wird und die ich so schnell nicht vergesse.

Mit ihrem Schreibstil erschafft sie eine Welt, in die ich gerne eintauche. Dabei sind die Beschreibungen von Orten, Personen und Szenen aber nie übertrieben langatmig. Picoult findet genau die richtige Menge, die nötig ist, um sich alles vorstellen zu können.

Fazit

Für mich wieder ein spannendes Buch von Jodi Picoult, das ich sehr gerne gelesen habe und über das ich sicher noch oft sprechen werde. Einzigartige Themen, die sehr gut ausgearbeitet wurden und von viel Recherchearbeit zeugen runden die ganze Geschichte ab. Von mir eine klare Empfehlung!

Vielen Dank an C. Bertelsmann für die Bereitstellung des Exemplares.

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