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Rezension

[Rezension] John Marrs: The Watchers

Ansicht "The Watchers"

John Marrs: The Watchers – Wissen kann tödlich sein
Format: Klappbroschur
Verlag: Heyne
Erscheinungstermin: August 2021
Seiten: 544 Seiten
Übersetzung: Felix Mayer

Inhalt

Sie kennen alle Geheimnisse!

Im digitalen Zeitalter sind Informationen wertvoller als Gold. Doch Computer können gehackt und Files gestohlen werden. Nach einem massiven Cyberangriff nimmt die britische Regierung ihre Staatsgeheimnisse offline, wandelt sie in einen genetischen Code um und implantiert sie ausgewählten Zivilisten. Doch was niemand ahnt: Jeder dieser Wächter verfolgt einen eigenen Plan, und schon bald weiß niemand mehr, wem er eigentlich noch trauen kann …

(Klappentext)

Meinung

Endlich wieder ein neues Buch von John Marrs. Darauf habe ich nur gewartet, denn „The One“ und „The Passenger“ wurden direkt von mir verschlungen, als sie erschienen. Da war es klar, dass auch „The Watchers“ sofort gelesen werden musste.

Zukunftsnahe Themen mit ethischen Fragen

John Marrs schafft es immer wieder, brandheiße Themen in Bücher zu verpacken. Was sich wie ferne Zukunft anhört, könnt eigentlich auch zeitnah schon Realität sein und macht die Geschichten daher so besonders. Auch in „The Watchers“ geht es wieder um einen Bereich der Digitalisierung, bei dem man während des Lesens und auch nach dem Beenden noch ein paar Male drüber nachdenkt.

Ich weiß absolut nicht, wie Marrs es schafft, sich solche Geschichten auszudenken, aber er fasziniert mich immer wieder. Die Ausarbeitung ist immer sehr gut und informativ. Außerdem dreht es sich teilweise auch um ethische Fragen, auf die es meist keine eindeutige Lösung gibt. Das macht die Bücher so spannend und hat mich auch bei „The Watchers“ wieder überzeugen können.

Verschiedene Handlungsstränge

Wie bereits in den anderen Büchern von Marrs verfolgt auch „The Watchers“ den Aufbau der Kapitel aus verschiedenen Sichten. Die Überschrift deutet immer darauf hin, welche Handlung welcher Person nun folgt, sodass man den Überblick nicht verliert. Das Buch bekommt dadurch mehr Perspektiven und teilweise auch unterschiedliche Ansichten, sodass es spannend ist und bleibt.

Stück für Stück erfährt man zuerst einiges über die Person und deren Vergangenheit. Dabei werden auch immer wieder Informationen oder Handlungen aus „The One“ und „The Passenger“ eingewoben, sodass es insgesamt spaßiger ist, wenn man die vorherigen Bücher bereits kennt. Das ist allerdings kein Muss, denn die Bücher lassen sich auch unabhängig voneinander lesen.

Spannende Wendungen

Marrs schafft es wieder, Spannung aufzubauen und lässt immer nur kleine Informationen durchrieseln, die an die Handlung binden. Denn man möchte ja schon wissen, wie es letztendlich ausgehen wird. Schade fand ich dieses Mal aber, dass es mir insgesamt zu lange gedauert hat und dadurch teilweise langatmig wirkte. Der Mittelteil hätte in meinen Augen etwas kürzer ausfallen können.

Erst gegen Ende, wo sich die Handlungsstränge immer mehr verweben, kam die Spannung wieder so richtig zurück für den „Showdown“. An dieser Stelle war ich deutlich mehr an das Buch gefesselt und wieder tief in der Geschichte drin.

Fazit

Insgesamt wieder ein tolles Buch von John Marrs, das mit einem spannenden Thema überzeugt und tolle Sidekicks eingebaut hat. Leider für mich stellenweise etwas langatmig, sodass es mich nicht vollends begeistern konnte. Aber trotzdem immer noch ein sehr gutes Buch, das ich weiterempfehlen kann.

Vielen Dank an Heyne für die Bereitstellung des Exemplares.

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