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Rezension

[Rezension] Kristin Harmel: Das Buch der verschollenen Namen

Ansicht "Das Buch der verschollenen Namen"

Kristin Harmel: Das Buch der verschollenen Namen
Format: Taschenbuch
Verlag: Knaur
Erscheinungstermin: Oktober 2021
Seiten: 384 Seiten
Übersetzung: Veronika Dünninger

Inhalt

Liebe und Mut im Angesicht des Bösen

Nur knapp entkommt die Studentin Eva Abrams 1942 aus Paris, nachdem ihr Vater verhaftet wurde. Eva findet Zuflucht in dem kleinen Bergdorf Aurignon in der unbesetzten Zone, wo sie auch den jungen Widerstandskämpfer Rémy kennenlernt.

Bald beginnt Eva, im Auftrag der Résistance Ausweispapiere für jüdische Kinder zu fälschen – doch sie möchte deren wahre Identität für eine Zeit nach dem Krieg bewahren. Zusammen mit Rémy fertigt sie verschlüsselte Aufzeichnungen an: das Buch der verschollenen Namen. Als jedoch ihre Widerstandszelle verraten wird und Rémy plötzlich verschwindet, bedeutet das Buch für sie beide tödliche Gefahr …

(Klappentext)

Meinung

Die Gestaltung des Buches ist sehr schön. Schon das Cover hat mich aufmerksam gemacht. Aber auch der Buchrücken wurde so gestaltet, dass es zum Inhalt passt. Alles kleine Details, die aber das Buch zu etwas besonderem machen.

Zwei Handlungsstränge: Gegenwart und Vergangenheit

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht und ich war direkt neugierig. Sie beginnt in der Gegenwart, hält sich dann aber die meiste Zeit in der Vergangenheit auf und erzählt von der eigentlichen Handlung. Die Gegenwart kommt zwar immer mal wieder vereinzelt vor, sodass man auch diesen Handlungsstrang begleitet. Dieser hat aber keine Hauptrolle, sondern dient lediglich als Grund, warum die Geschichte erzählt wird.

Dieses Ungleichgewicht hat sehr gut zum Buch gepasst und mir daher sehr gefallen. Lediglich am Ende hätte ich mir ein bisschen mehr Szenen in der Gegenwart gewünscht, damit es etwas abgerundeter ist. Das ist aber ansonsten nicht weiter tragisch.

Starke Protagonistin

Protagonistin Eva war mir sehr sympathisch und ich konnte ihre Gedanken gut nachempfinden. Sie zeigt im Verlauf der Geschichte ihre Stärke und beweist Mut. Natürlich ist auch sie nicht unfehlbar, allerdings sind ihre Taten und Entscheidungen für mich nachvollziehbar gewesen. Auch Rémy, den sie kennenlernt, habe ich sehr lieb gewonnen. Er war vorsichtig und gerade zu Beginn nicht ganz so leicht zu durchschauen. Aber auch das war im Zuge der Handlung logisch.

Neue Sichten

Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie hat einen Einblick gegeben, den ich bisher noch nicht gelesen habe. Dadurch konnte ich einiges dazu lernen und habe Denkanstöße bekommen, die vorher noch nicht so klar waren. Natürlich war ich während des Lesen auch aufgrund der Ungerechtigkeiten frustriert, die das Buch aufgezeigt hat. Dadurch wurde ich aber auch ziemlich an die Geschichte gebunden, denn man ich wollte gerne mehr erfahren und habe mit den Charakteren gebangt.

Fazit

Für mich eine klare Leseempfehlung. Nur das nicht ganz so abgerundete Ende hat mich nicht ganz überzeugen können. Aber die starke Protagonistin strahlt dafür umso mehr und macht die Geschichte zu einem tollen Erlebnis, das aufgrund der Handlung jedoch teilweise etwas düster ist.

Vielen Dank an Knaur und vorablesen für die Bereitstellung des Exemplares.

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