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Rezension

[Rezension] Kristin Hannah: Die vier Winde

Ansicht "Die vier Winde"

Kristin Hannah: Die vier Winde
Format: Hardcover
Verlag: Rütten & Loening
Erscheinungstermin: September 2021
Seiten: 516 Seiten
Übersetzung: Gabriele Weber-Jarić

Inhalt

Texas, 1934: Seit der Weltwirtschaftskrise sind Hunderttausende arbeitslos, und in den Ebenen der Prärie herrscht Dürre – zu viel wurde gerodet, nach Missernten droht das Land von Sandstürmen davongetragen zu werden. In dieser unsicheren, gefahrvollen Zeit muss Elsa Martinelli eine schwere Entscheidung treffen: Soll sie um das Land kämpfen, das sie liebt und das die Heimat ihrer Familie ist? Oder soll sie mit ihren Kindern wie so viele andere nach Westen ziehen? Irgendwann bleibt Elsa keine Wahl mehr, doch die Flucht nach Kalifornien birgt neue Gefahren in sich. Aber auch die Hoffnung auf ein neues Leben – und eine neue Liebe.

(Klappentext)

Meinung

Seit „Die Nachtigall“ bin ich ein großer Fan von Kristin Hannah und lese jedes ihrer Bücher. So konnte ich natürlich auch nicht an „Die vier Winde“ vorbei. Was mich etwas enttäuscht hat: Das Cover passt farblich nicht zu den anderen Covern. Aber es ist trotzdem wunderschön. Gerade in der Printausgabe ist die Gestaltung super gelungen, da die Ähren erhaben sind und dadurch sehr real wirken.

Einstieg mit Zusammenfassung

Der Einstieg hat mir sehr gut gefallen. Protagonistin Elsa wird vorgestellt und man erfährt direkt so einiges über sie und ihre Familie. Genau das ist wichtig, um den weiteren Verlauf der Handlung besser verstehen zu können. Zu Beginn wird noch sehr in den Jahren gesprungen, sodass es eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse gibt, bevor es dann so richtig mit der eigentlichen Handlung los geht. Das war sehr gut gewählt, denn man erfährt alles, was man wissen muss und verliert aber auch nicht zu viel Zeit mit Nebensächlichkeiten.

Die Protagonistin

Wir begleiten Protagonistin Elsa auf ihren Wegen und nehmen an ihrer Gedanken- und Gefühlswelt teil. Im späteren Verlauf wechselt die Sicht zu einer weiteren Person, die ich aus Spoiler-Gründen nicht direkt nennen mag. Durch das Hinzufügen der zweiten Person bekommt man noch tiefere Einblicke und vor allem zwei unterschiedliche Sichten auf bestimmte Themen, die die Handlung umso interessanter gestalten. Ich selbst konnte beide Seiten nachempfinden und habe sehr auf eine gemeinsame Lösung gehofft.

Titel „Die vier Winde“ täuscht

Cover und Titel zeigen eigentlich überhaupt nicht, wie komplex auch „Die vier Winde“ innerlich wieder ist. Die wirkliche Tiefe merkt man erst, wenn man bereits mitten im Lesen ist. Wer Kristin Hannah bereits kennt, erwartet das von vornherein. Aber wer bisher keins ihrer Bücher gelesen hat, der mag sehr wahrscheinlich überrascht sein, welche Handlung erzählt wird. Daher darf man sich keinesfalls täuschen lassen. Hannahs Bücher zeugen meist von Ernsthaftigkeit und wichtigen Themen, die behandelt werden. Ebenso ist es hier. Ich konnte das Leid der Protagonistin deutlich spüren und habe sehr mitgelitten. Oftmals kam Frust über die Ungerechtigkeit auf, die den Personen widerfahren ist und Unverständnis darüber, wieso so etwas überhaupt existieren kann.

Nicht die volle Punktzahl

Trotz der Tatsache, dass wieder wichtige Themen besprochen werden und Hannah mit ihrem Schreibstil erneut überzeug, hat mir das Buch nicht so gut gefallen wie andere bereits gelesene Bücher von ihr. An manchen Stellen zog es sich etwas und ich habe deutlicher länger gebraucht als sonst. Ich kann nicht konkret benennen, was mich gestört hat. Vielleicht lag mir auch das Thema dieses Mal nicht so sehr wie sonst.

Fazit

Auch wenn „Die vier Winde“ kein komplettes Highlight war, kann ich eine deutliche Leseempfehlung aussprechen. Man darf sich nicht von Cover und Titel täuschen lassen. Wer über wichtige und ernste Themen lesen mag und kein Problem damit hat, wenn die Handlung nicht nur locker und leicht ist, der ist hier definitiv an der richtigen Stelle.

Vielen Dank an Rütten & Loening Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.

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