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Rezension

[Rezension] Antoine Laurain: Eine verdächtig wahre Geschichte

Ansicht "Eine verdächtig wahre Geschichte"

Antoine Laurain: Eine verdächtig wahre Geschichte
Format: Gebundene Ausgabe
Verlag: Atlantik
Erscheinungstermin: Februar 2022
Seiten: 208 Seiten
Übersetzung: Claudia Kalscheuer

Inhalt

Die Pariser Star-Lektorin Violaine Lepage liegt nach einem schweren Unfall im Koma. Aber es kommt noch schlimmer: Als sie aufwacht, droht der unter ihrer Federführung erschienene Roman Die Zuckerblumen Frankreichs renommiertesten Literaturpreis zu gewinnen. Dabei ist der Autor unauffindbar! Das ist so sehr gegen die Konvention der Preisvergabe, dass Violaines Karriereende bevorsteht. Da kommen ihr drei Morde zu Hilfe, die sich just so ereignen wie im Roman beschrieben. Nun sucht auch die Polizei den unsichtbaren Autor. Wer hat Die Zuckerblumen geschrieben und warum? Die Antwort liegt gut versteckt in der realen Vergangenheit und nicht jeder will, dass sie entdeckt wird …

(Atlantik Verlag)

Meinung

Ich habe schon einige Bücher von Antoine Laurain gelesen. Bei „Eine verdächtig wahre Geschichte“ war ich zunächst vorsichtig, da der Klappentext einen Krimi ähnelt und ich in diesem Genre eher selten lese. Aber letztendlich war ich trotzdem neugierig und wollte mehr wissen.

Grandioser Einstieg

Der Einstieg in „Eine verdächtig wahre Geschichte“ war komplett anders als erwartet. Dadurch war ich aber direkt überzeugt, dass mir das Buch gefallen könnte. Denn statt mit den von mir erwarteten Krimi-Elemente startet die Handlung mit verschiedenen Autoren und Erzählungen aus dem Lektorat. Perfekt für einen Buchliebhaber wie mich. Wer selbst nicht in einem Verlag arbeitet, bekommt hier direkt ein paar Einblicke, wie es dort – insbesondere in Bereich der Manuskripte und im Lektorat – laufen kann.

Währenddessen lernen wir Protagonistin Violaine Lepage näher kennen und erfahren Stück für Stück, warum sie überhaupt im Krankenhaus und im Koma gelandet ist, mit dem das Buch beginnt. Eine spannende Geschichte, die mich direkt von Anfang an mitgerissen hat.

Ein Roman als zentrales Element

Letztendlich dreht sich auch alles um die Geschichte der Violaine Lepage, sodass es immer wieder Rückblicke in der Vergangenheit gibt. Die dienen dazu, dass man erfährt, wie es überhaupt zur jetzigen Gegenwart kam. Das ist insbesondere deswegen so spannend, da Violaine Gedächtnislücken hat. Sie tappt also gemeinsam mit dem Leser im Dunkeln und versucht, alles zu rekapitulieren.

Außerdem spielt der Roman „Die Zuckerblumen“ eine wichtige Rolle, dessen Manuskript von Violaines Verlag als Highlight erkoren wurde. Das verlegte Buch erreicht eine große Masse und birgt aber eben eine verdächtig wahre Geschichte, wie es der Titel von Laurains Buch schon ankündigt. Im Zuge dessen tauchen dann auch die Krimi-Elemente auf, denn die Polizei wird auf den Roman aufmerksam.

Spannung pur

Tatsächlich bleibt es aber bei einem Roman und jemand, der nicht gerne im Bereich Krimi liest, kommt hier trotzdem auf volle Kosten. Es wird eher sehr spannend und man möchte gerne die Auflösung wissen. Während des Lesens hatte ich zwar meine Vermutungen, wie es enden könnte und die waren auch nicht ganz verkehrt. Aber es hat mich förmlich durch das Buch gerissen und ich konnte kaum aufhören. Das lag zum einen eben an der Spannung und meiner Neugier. Aber zum anderen natürlich auch an Laurains Schreibstil, den ich persönlich immer wieder sehr gerne habe. Bisher hatte ich bei seinen Büchern nie Probleme, sondern war immer sehr begeistert.

Die Bücher – und so auch „Eine verdächtig wahre Geschichte“ – mögen zwar kurz scheinen, aber Laurain schafft es, den Lesern alle wichtigen Informationen zu geben, die Orte trotzdem ausreichend zu beschreiben und die Handlung von Anfang bis Ende ordentlich zu entwickeln. Es braucht einfach keine künstlichen Längen.

Fazit

Für mich dementsprechend wieder ein absolutes Highlight aus der Feder von Antoine Laurain, das ich definitiv weiterempfehlen kann. Ich bin sehr froh, das Buch trotz meiner anfänglichen Skepsis gelesen zu haben!

Vielen Dank an Atlantik Verlag und Netgalley für die Bereitstellung des Exemplars.

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