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Rezension

[Rezension] Emily Bähr: Catching Stardust

Ansicht "Catching Stardust"

Emily Bähr: Catching Stardust
Format: Taschenbuch
Verlag: Forever
Erscheinungstermin: Februar 2022
Seiten: 368 Seiten
Reihe: Queen’s University 1

Inhalt

Man bereut nur die Dinge, die man nicht getan hat.

Schmerz. Verlust. Depression. Als Ruth an die Uni in Belfast zurückkehrt, will sie genau das hinter sich lassen – ein Neuanfang, nachdem sie vor einem Jahr ihren besten Freund bei einem Unfall verloren hat. Womit sie nicht rechnet, ist Dominic, der nerdige, sarkastisch veranlagte Einzelgänger, der plötzlich immer wieder in ihrem Leben auftaucht und es so tatsächlich schafft, sie allmählich aus ihrer Einsamkeit herauszuholen. Schnell wird klar, dass die Anziehung zwischen den beiden größer ist, als sie zugeben wollen. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht einfach verdrängen und Ruth merkt bald, dass sie nicht die einzige ist, die mit ihren Dämonen zu kämpfen hat …

(Forever Verlag)

Meinung

Ich gebe es zu, hier hat mich insbesondere Social Media neugierig auf das Buch gemacht. Aber auch das Cover ist wunderschön, sodass ich nicht daran vorbei gekommen wäre. Trotzdem war es aber letztendlich der Klappentext, der mich zum Lesen bewogen hat.

Schöner Beginn

„Wir sind nichts als Sternenstaub, der versucht, seinen Weg zurück ins All zu finden.“

Catching Stardust

Wenn ein Buch schon mit so einen tollen ersten Satz beginnt, fällt der Einstieg sehr leicht. Außerdem war ich bereits nach diesem Satz sehr gespannt auf den weiteren Verlauf des Buches. Fakt ist jedenfalls, dass der Beginn und der Titel perfekt zueinander passen und damit direkt Sinn ergeben.

Aber auch sonst hat mir der Einstieg sehr gut gefallen. Die Charaktere werden Stück für Stück vorgestellt und treffen eigentlich direkt aufeinander, sodass man nicht lange warten muss und nicht zu viel drum herum geredet wird. Davon bin ich persönlich ein großer Fan.

Wichtige Themen

Die Charaktere Ruth und Dominic haben mir sehr gut gefallen. Sie wirken sehr real und haben mit einigen Problemen zu kämpfen, in denen man sich teilweise wiedererkennen kann. Es werden hier auch wichtige Themen wie mentale Gesundheit bzw. Depression angesprochen, über die noch immer viel zu sehr geschwiegen wird in der Gesellschaft. Emily Bähr schafft es in „Catching Stardust“, die Probleme einfühlsam näherzubringen und sie in die Geschichte selbst einzuweben, sodass sie nicht komplett dominieren, aber doch präsent sind. Dadurch ist das Buch natürlich nicht dauerhaft happy und bunt, sondern hat auch graue Szenen, die aber unbedingt beschrieben werden müssen.

Realität

Insgesamt hat mir Emily Bährs Schreibstil sehr gefallen. Das Buch ließ sich sehr gut lesen, die Charaktere haben nachvollziehbar gehandelt und es wurden viele nerdige Sidekicks eingebaut, die ich sehr witzig fand. Die Gedanken und Gefühle der Protagonisten Ruth und Dominic lassen sich sehr gut nachempfinden, da das Buch aus beiden Sichten geschrieben ist und diese regelmäßig wechseln. Die Szenen werden dabei aber nicht immer wiederholt, sondern springen zu den wichtigen Szenen weiter. Ab und zu wird ein Chatverlauf eingebaut, wenn sich Charaktere Nachrichten per Handy schreiben. Das lockert alles nochmal etwas auf.

Noch mehr …

Tatsächlich hätte das Buch für mich noch ein bisschen länger bzw. ausführlicher sein können. Die „Geheimnisse“ beider Charaktere werden zwar aufgedeckt, aber gerade auf der Seite von Dominic hätte es ruhig etwas mehr sein können, denn das kam mir ein bisschen zu kurz. Das stört zwar den eigentlichen Handlungsverlauf nicht und das Buch ist trotzdem gut abgerundet, aber man möchte ja doch so viel wie möglich über die Protagonisten wissen.

Die Nebencharaktere haben zumindest ein bisschen Raum bekommen und waren alle toll gestaltet. Daher bin ich sehr gespannt auf den nächsten Teil, in dem es um einen der Nebencharaktere gehen wird. Sie wirkten alle zwar bunt zusammen gemischt, aber haben sich gegenseitig gut ergänzt. Ich habe mich selbst an die Queen’s Universität versetzt gefühlt und als würde ich mit ihnen allen abhängen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Fazit

Für mich auf jeden Fall eine Leseempfehlung, die mich sehr begeistern konnte. Wichtige Themen und sympathische Charaktere machen „Catching Stardust“ zu einer tollen Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.

Vielen Dank an Forever Verlag und Netgalley für die Bereitstellung des Exemplars.

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