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Rezension

[Rezension] Corina Bomann: Sternstunde

Ansicht „Sternstunde“

Corina Bomann: Sternstunde
Format: Klappbroschur
Verlag: Penguin Verlag
Erscheinungstermin: Dezember 2021
Seiten: 608 Seiten
Reihe: Die Schwestern vom Waldfriede 1

Inhalt

Für ihre Patienten ist sie immer da – doch kann sie auch ihr eigenes Herz heilen?

Berlin, 1919. Nach Kriegsende lastet der Verlust ihres Verlobten schwer auf der jungen Krankenschwester Hanna. Nur ihre Berufung an die neu gegründete Klinik Waldfriede in Zehlendorf kann sie von ihrem privaten Kummer ablenken, denn nichts will sie mehr, als Menschen in Not zu helfen. Bis das Waldfriede seine Tore für die ersten Patienten öffnen kann, vergehen allerdings Monate voller harter Arbeit, knapper Lebensmittel und Ungewissheit. Ermutigt durch das unerschütterliche Vertrauen des sympathischen Klinikleiters Dr. Conradi übersteht Hanna diese schwere Zeit – doch gerade als sich das Waldfriede wie ihr neues Zuhause anfühlt, stellt ihre Vergangenheit sie erneut auf harte Bewährungsproben. Und auch die Klinik scheint unter keinem guten Stern zu stehen: Immer wieder bringen finstere Intrigen und Schicksalsschläge die hoffnungsvolle Zukunft des Hauses in Gefahr …

(Klappentext)

Meinung

Seit vielen Jahren bin ich jetzt schon ein Fan der Bücher von Corina Bomann (z. B. “Die Jasminschwestern“). Also musste ich einfach auch den ersten Band „Sternstunde“ der neuen Reihe “Die Schwestern vom Waldfriede“ lesen. Alle anderen Bücher, die ich bereits von ihr kenne, waren meist Einzelbände. Daher war ich insbesondere jetzt neugierig darauf, weil es sich um eine vierteilige Reihe handelt.

Einstieg mit Zeitsprüngen

Der Einstieg in “Sternstunde“ gefiel mir sehr gut. Es wird sehr kurz die Vorgeschichte erläutert, sodass man die Zusammenhänge später besser verstehen kann. Dadurch gibt es direkt zu Beginn noch große Zeitsprünge, die sich später aber verkleinern. Das hat sehr gut gepasst, denn nur die wichtigen Szenen werden behandelt. Alles andere hätte schon den Anfang zu sehr in die Länge gezogen.

Starke Frau als Hauptperson

Das Buch erzählt vor allem die Geschichte von Hanna und Klinikleiter Dr. Conradi. Daher wechseln die Szenen teilweise auch zwischen den beiden, sodass man beide Handlungsstränge kennenlernt. Die Erzählperspektive wird aber prinzipiell beibehalten. Das stört aber überhaupt nicht, denn wir bekommen auch so genug der Gefühle und Gedanken der beiden mit. Ich konnte mich daher sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und sie waren mir sehr sympathisch.

Besonders bei Hanna kann man die Entwicklung sehr gut mitverfolgen. Sie ist eine starke Frau, die voll in ihrem Beruf aufgeht. Sie lässt sich aber auch von Klischees nicht einschüchtern und interessiert sich zum Beispiel für technische Aspekte. Sie versucht auch, den anderen auf Augenhöhe entgegen zu treten und weiß, was sie kann. Das hat sie zu einer tollen Hauptperson gemacht.

Lange Zeiträume

In “Sternstunde“ geht es vor allem um den Beginn des Waldfriede. Daher zieht sich der Zeitraum während des Buches über mehrere Jahre. Zwischen den Kapitel können daher auch Zeitsprünge auftreten. Außerdem gibt es insgesamt drei Teile in dem Buch. Sie lenken den roten Pfaden und schließen immer einen bestimmten Zeitrahmen ab. Dadurch werden die Zeitsprünge zwischen den Teilen etwas größer. Das heißt, die Zeitsprünge innerhalb eines Teils sind eher Tage bis Monate. Beim Wechsel von einem in den nächsten Teil können wir auch direkt in einem nächsten Jahr landen.

Das stört für den Leseverlauf absolut gar nicht. Tatsächlich ist es eher wieder wie bereits beim Beginn. Die Geschichte wird nicht unnötig in die Länge gezogen und die wichtigen Szenen dominieren die Handlung. Dadurch können wir die Personen eine Weile begleiten und nichts muss überstürzt werden. Das gefiel mehr sehr gut.

Einige Themen im Verlauf von Sternstunde

Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Es werden viele historische Informationen eingebunden, sodass man ggf. noch etwas dazu lernen kann. Auch medizinisch werden einige Aspekte in die Handlung eingewoben. Alles wird aber so gut erklärt, dass man kein Fachwissen zum Verständnis benötigt. Es ließ sich daher auch immer gut lesen. Im Verlauf der Handlung kommen auch Liebesgeschichten vor. Aber die dominieren nicht, sondern sind einfach Randszenen, die das Buch etwas abrunden. “Sternstunde“ wurde somit nicht in einen Liebesroman gewandelt.

Fazit

Mir hat „Sternstunde“ sehr gut gefallen. Die Länge des Buches mag im ersten Schritt vielleicht abschrecken, aber man kommt gut durch die Geschichte, sodass das gar kein Problem darstellt. Thematisch gibt es eine gute Mischung zwischen Medizin, Liebe, Krieg und seinen Nachwirken und weiteren Aspekten. Ich freue mich auf jeden Fall auf die weiteren Bände und bin schon sehr gespannt, wie es mit dem Waldfriede weitergehen wird.

Vielen Dank an Penguin Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.

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1 Comment

  • Reply Buechertatzen - [Rezension] Corina Bomann: Sophias Hoffnung - Buechertatzen

    […] ich Anfang des Jahres „Sternstunde“ von Corina Bomann gelesen hatte, kam ich mit madl_books86 auf Instagram in das Gespräch und […]

    15. März 2022 at 16:58
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