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Rezension

[Rezension] Carmen Bellmonte: Zeiten des Wandels

Ansicht "Zeiten des Wandels"

Carmen Bellmonte: Zeiten des Wandels
Format: Taschenbuch
Verlag: Heyne
Erscheinungstermin: Februar 2022
Seiten: 560 Seiten
Reihe: Die Mallorca-Saga 1

Inhalt

Die bewegende Geschichte einer Familie im Wandel der Zeiten

Mallorca 1913: Die Familie Delgado führt ein florierendes Weingut am Fuße des idyllischen Tramuntana-Gebirges. Doch als die Konkurrenz auf dem Festland immer stärker wird, bricht die Weinwirtschaft auf der Insel ein. Die Kinder der Delgados müssen rasch handeln, um das elterliche Gut vor dem Ruin zu bewahren. Antonia und ihr Verlobter Mateo gehen nach Kuba, wo sie die Familie mit einem neuen Weingut unterstützen wollen. Carla sucht sich Arbeit auf der heimatlichen Insel. Leo schlägt seinen ganz eigenen, nicht immer legalen Weg ein, der ihn zunehmend von seiner Familie wegführt. Werden die Delgados die Krise überstehen? Und zu welchem Preis?

(Klappentext)

Meinung

Ich bin ein großer Fan von Familiengeschichten und auch von der Zeit, in der das Buch spielt. Daher war ich sehr gespannt auf den Auftakt der Mallorca-Saga. Die Insel selbst kenne ich auch, war dort vor vielen Jahren mal im Urlaub. Also eine tolle Mischung, die sehr viel versprochen hat.

Überzeugender Einstieg

War ich anfangs noch etwas ängstlich, weil es wieder ein so dickes Buch ist, hat mich der Beginn von „Zeiten des Wandels“ schnell überzeugt und mir vor allem gezeigt, dass ich viel schneller mit dem Lesen durch sein würde, als gedacht. Schon die ersten Seiten ließen sich sehr gut lesen. Die Familie Delgado wird vorgestellt und wir lernen die einzelnen Familienmitglieder und ihre Probleme direkt kennen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Handlung über längere Zeitspanne

Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahre, sodass immer wieder größere Zeitsprünge zwischen den Kapiteln erfolgen. Das stört aber überhaupt nicht, sondern zeigt nur, dass sich auf die wichtigen Szenen konzentriert wurde. Etwas, das ich in solchen Büchern sehr gerne mag. Außerdem wechselt die Ansicht zwischen den Kindern der Delgados, sodass man alle Bereiche ausreichend mitbekommt. Es hält sich dabei alles in Waage und keins der Kinder kommt zu kurz. Stattdessen habe ich immer, wenn wir uns auf Mallorca aufgehalten haben, wieder gehofft, mehr über Kuba zu erfahren und anders herum. Das wurde also sehr gut gelöst.

Die Charaktere

Antonia und Carla waren mir als Charaktere sehr sympathisch. Ich habe sehr mit ihnen gefühlt, mich für sie gefreut oder mit ihnen gelitten. Beides sind sehr starke Frauen, die sich nicht immer an die damaligen Gepflogenheiten halten wollten, wenn sie sie für unlogisch empfanden. Das macht sie zu tollen Personen. Ihr Bruder Leo war mir da nicht ganz so sympathisch. Das wurde im Verlauf des Buches auch immer schlimmer, denn mit jeder seiner Handlungen wurde er unsympathischer und teilweise auch zwielichtiger. Für die Handlung des Buches war das zwar gut, denn es hat Spannung reingebracht. Aber es macht ihn als Charakter eben nicht herzlicher.

Wundervoller Auftakt, der Lust auf mehr macht

Die Handlung selbst hat mich dauerhaft mitgerissen. Ich habe viel hinzu gelernt und insbesondere Kuba von einer anderen Seite kennengelernt, über die ich noch mehr erfahren möchte. Es gab an keiner Stelle Längen, sondern ich wollte regelmäßig weiterlesen. Relativ schnell war ich deswegen schon am Ende angelangt. Für mich hätte es noch deutlich länger sein können. Allerdings handelt es sich bei „Zeiten des Wandels“ ja zum Glück um den Auftakt der Saga, sodass die Geschichte im nächsten Band fortgesetzt wird. Auf den bin ich schon sehr gespannt und hoffe, dass die Zeit bis zum Erscheinungstermin schnell vergeht. Denn ich möchte unbedingt noch mehr über die Delgados lesen und erfahren, wie sie ihre Probleme lösen und ob vielleicht neue hinzukommen.

Fazit

Ein toller erster Band der „Mallorca-Saga“, den ich sehr gerne gelesen habe und der mich gespannt auf die Fortsetzung warten lässt. In meinen Augen absolut empfehlenswert. Vor allem für Personen, die gerne Familiensagen und/oder Bücher Anfang des 20. Jahrhunderts lesen.

Vielen Dank an Heyne Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.

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