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Rezension

[Rezension] Corina Bomann: Sophias Hoffnung

Ansicht "Sophias Hoffnung"

Corina Bomann: Sophias Hoffnung
Format: Klappbroschur
Verlag: Ullstein Verlag
Erscheinungstermin: Februar 2020
Seiten: 544 Seiten
Reihe: Die Farben der Schönheit #1

Inhalt

Ein unerwarteter Aufbruch

Berlin, 1926. Aufgewühlt verlässt Sophia ihr Elternhaus. Ihr Vater will sie nie wiedersehen, ihre Mutter ist in Tränen aufgelöst. Erst als sie vor ihrem Geliebten steht, begreift Sophia, dass sie das gemeinsame Kind alleine aufziehen muss. Noch dazu als Unverheiratete. Verzweifelt reist sie zu einer Freundin nach Paris, wo sich ihr eine unerhörte Möglichkeit bietet. Die große Helena Rubinstein ist von Sophias Ausstrahlung und von einer ihrer selbstgemachten Cremes begeistert. Und sie bietet ihr an, in ihrem Schönheits-Imperium zu arbeiten. Sophia reist nach New York, voller Hoffnung auf ein neues Glück.

(Klappentext)

Meinung

Nachdem ich Anfang des Jahres „Sternstunde“ von Corina Bomann gelesen hatte, kam ich mit madl_books86 auf Instagram in das Gespräch und wir beschlossen, den Auftakt der Reihe „Die Farben der Schönheit“ gemeinsam zu lesen. Gesagt, getan und so begann der Buddy-Read zu „Sophias Hoffnung“.

Leichter Einstieg

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Corina Bomann schafft es immer wieder, dass ich sofort in die Geschichte eintauchen kann. Statt langer Vorgeschichte geht es direkt los und wir starten direkt mit der misslichen Lagen von Hauptcharakter Sophia. Das bringt direkt Spannung auf, denn man möchte wissen, welchen Weg sie einschlagen wird und welche Steine sie dafür aus dem Weg schieben muss. Bomanns Bücher sind keine hochtrabenden Spannungsbücher, aber man möchte immer erfahren, was die Charaktere als nächstes tun und wie die Geschichte am Ende ausgehen wird.

Die Charaktere in „Sophias Hoffnung“

Sophia als Charakter war mir sofort sehr sympathisch. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt, sodass alle Gedanken und Gefühle sichtbar werden. Sie hat mit Vorurteilen und typischen Klischees von damals zu kämpfen. Aber sie zeigt schnell, dass sie diesen Widrigkeiten trotzt und selbstbestimmt durch das Leben gehen möchte. Jedes neue Problem lässt sie zwar kurz niedergeschlagen zurück. Aber es sorgt auch dafür, dass sie noch mehr kämpft und wieder einen Schritt weiter geht.

Neben Sophia gibt es noch weitere Charaktere, die ihre Geschichte vervollständigen. Unter anderem ist da ihre beste Freundin Henny, bei der sie nach dem Rauswurf bei den Eltern unterkommen kann und deren Weg sie für einige Zeit begleitet. Die Freundschaft der beiden ist sehr schön dargestellt und bleibt realistisch. Denn es ist nicht immer alles heiter, sondern es kann auch mal zu Streitigkeiten und verschiedenen Meinungen kommen.

Helena Rubinstein und die Kosmetikindustrie

Aber nicht nur Henny spielt eine große Rolle in Sophias Leben. Auch die bekannte Helena Rubinstein fließt in die Handlung ein. Sie ist der große Wendepunkt in „Sophias Hoffnung“ und führt den roten Faden in eine andere Richtung. Man lernt dabei viel über Rubinstein selbst. Aber auch einiges über die Fabriken, in denen die kosmetischen Produkte hergestellt werden. Ebenso spielt die Fertigung eine Rolle und durch Sophia als Chemikerin bekommt man einen tollen Einblick. Auch in diesem Teil bleibt es spannend, denn es kommen immer wieder unvorhergesehene Biegungen in der Geschichte vor, sodass man weiterhin mit Sophia mitfiebert.

Spannendes Ende mit Neugier auf Band zwei

„Sophias Hoffnung“ ist der Auftakt der Reihe und erzählt somit noch nicht die ganze Geschichte. Gegen Ende des Buches werden immer mehr neue Informationen eingewoben und die Spannung steigt weiter, sodass man fast dazu gezwungen wird, direkt mit Band zwei weiterzulesen. Denn das Ende ist wie ein Cliffhanger und macht neugierig. Ich hatte Sophia bis dahin sehr lieb gewonnen und bin froh, dass die Geschichte in weiteren Bänden fortgeführt wird. Dadurch ist genug Zeit, die Story zu entwickeln, mal kleine Details einzuflechten und den Charakteren die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten.

Fazit

Ein gelungener Auftakt in die Reihe „Die Farben der Schönheit“, der viele Aspekte der Schönheitsindustrie in den 1920ern beinhaltet und reale Persönlichkeiten einfließen lässt. Nicht nur das spannende Ende macht Lust auf Band zwei, sondern allgemein bin ich froh, dass das noch nicht das Ende von Sophias Geschichte gewesen ist.

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2 Comments

  • Reply Buechertatzen - [Rezension] Birgid Hanke: Helena Rubinstein - Buechertatzen

    […] ich in der Reihe „Die Farben der Schönheit“ von Corina Bomann auf Helena Rubinstein aufmerksam geworden bin, war ich neugierig und […]

    3. April 2022 at 16:57
  • Reply Buechertatzen - [Rezension] Marie Lacrosse: Das Weingut - In stürmischen Zeiten

    […] uns die Reihe „Die Farben der Schönheit“ von Corina Bomann sehr gut gefallen hat, wollten madl_books86 und ich gerne eine weitere […]

    13. April 2022 at 8:05
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