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Rezension

[Rezension] Emma Hunter: Somerset – Sehnsucht und Skandal

Ansicht "Somerset - Sehnsucht und Skandal"

Emma Hunter: Somerset – Sehnsucht und Skandal
Format: Taschenbuch
Verlag: Penguin Verlag
Erscheinungstermin: April 2022
Seiten: 560 Seiten
Reihe: Somerset 1

Inhalt

Die Bälle sind groß, die Skandale größer: Willkommen in Somerset

Isabella Woodford hat ein Problem: Nach einer leidenschaftlichen, verbotenen Liebesnacht mit einem Offizier ist ihr Ruf als tugendhafte junge Adlige in Gefahr. Nun gilt es, den Skandal zu vertuschen und sich schnellstmöglich einen Ehemann zu sichern. Mit einer List mietet sie sich bei ihrer Tante im mondänen Bath ein, wo die englische High Society auf rauschenden Bällen die Nacht zum Tag macht. Ein erster Verehrer ist bald gefunden. Aber dann macht Isabella die Bekanntschaft des reichen, unnahbaren Tuchhändlers Alexander, der ihr Herz auf bisher nie gekannte Weise zum Glühen bringt. Doch Alexander ist ein Lebemann, der niemals heiraten will. Als schließlich der Offizier wieder auftaucht, um sie mit dem Wissen um die gemeinsame Nacht zu erpressen, muss Isabella sich entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist: ihr Ruf oder die Liebe …

(Klappentext)

Meinung

Von „Somerset – Sehnsucht und Skandal“ wurde so viel online gesprochen, dass ich immer neugieriger wurde. Schon zum Erscheinen des eBooks bin ich immer wieder um das Buch geschlichen. Jetzt als Print-Ausgabe durfte es dann endlich bei mir einziehen.

Der Einstieg in „Somerset – Sehnsucht und Skandal“

Die ersten Seiten gefielen mir direkt sehr gut. Wer mich kennt, weiß bereits, dass ich es sehr gerne mag, wenn man direkt in die Handlung einsteigt ohne zu viel Vorgeschichte. So ist es auch bei „Somerset – Sehnsucht und Skandal“ der Fall. Wir knüpfen direkt in Bath an, wo Isabella die Saison bei ihrer Tante verbringen möchte, um sich einen Ehemann zu suchen. Warum das so ist und was vorher passierte, erfahren wir im Verlauf der Handlung. Das reicht vollkommen zum Verständnis und macht die Sache direkt etwas spannender.

Verschiedene Sichten

Tatsächlich ist das Buch aber nicht nur aus Isabellas Sicht geschrieben, sondern wir wechseln die Perspektive auch mal. Dadurch wird die Geschichte insgesamt runder und gerade die Szenen mit Alexander bringen deutlich mehr Spannung rein, da er einen eigenen Handlungsstrang mitbringt, der die eigentliche Story erweitert. Damit hatte ich beim Lesen des Klappentextes nicht gerechnet und war positiv überrascht. Der Hauptteil der Handlung widmet sich natürlich der Liebe und der Suche nach einem Ehepartner in der Beau Monde. Aber es gibt eben immer wieder kleinere Extraszenen.

Tolle Charaktermischung

Die Charaktere fand ich sehr gut gewählt. Isabella als weiblicher Hauptcharakter war mir sympathisch. Man merkt, dass sie von den gesellschaftlichen Zwängen eigentlich nichts hält und sich ihr Leben ganz anders vorstellt. Aber das ist eben nicht so einfach, dort ausbrechen zu können. Immer wieder kommt ihr eigentlicher Charakter durch, womit sie es in Bath nicht einfach hat. Das zeigt aber nur, wie sehr sie sich aus den Zwängen befreien möchte.

An ihrer Seite ist Betty, die sie als Gesellschafterin mitgenommen hat. Auch dieser Charakter hat mir sehr gut gefallen. Betty ist ähnlich wie Isabella und möchte ihr Leben nicht nach den Vorgaben der Gesellschaft leben. Im Verlauf der Handlung blüht sie auf und steht Isabella tatkräftig zur Seite.

Auch Isabella männlicher Gegenpart Alexander war mir sehr lieb. Zu Beginn des Buches weiß man natürlich noch nicht genau, was man von ihm halten soll. Aber insbesondere durch seine eigenen Szenen merkt man, was in ihm steckt und dass er nur ein verletzter Mann ist, der vorsichtig bleibt. Er möchte nicht noch einmal den Schmerz aus seiner Vergangenheit spüren müssen. Das fand ich sehr verständlich und seine Taten waren dadurch nachvollziehbar für mich.

Skandale und Spannung

Selbstverständlich gibt es noch weitere Charaktere, die mir mal mehr und mal weniger sympathisch waren. Der Skandal kam in der gesamten Handlung auf jeden Fall nicht zu kurz. Stattdessen war es wie ein Schlagabtausch, weil immer wieder etwas Neues aufgetaucht ist. Gerade gegen Ende spitzte sich die Handlung und auch die Spannung zu. Das hat mir ganz gut gefallen, weil es nicht der von mir erwartete Ausgang gewesen ist. Es war zwar in meinen Augen teilweise etwas zu überspitzt und etwas zu dramatisiert. Aber das macht das Buch für mich nicht weniger gut.

Fazit

Insgesamt hat mir „Somerset – Sehnsucht und Skandal“ sehr gut gefallen. Der Titel hält, was er verspricht und bringt viele Skandale mit sich. Die Charaktere waren toll gewählt und haben der Geschichte das gewisse Etwas gegeben. Für mich ein toller Auftakt und ich bin sehr gespannt, womit wir es in Band zwei zu tun bekommen werden.

Vielen Dank an Penguin Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.

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