„The Fake Out“ von Stephanie Archer ist Band zwei der “Vancouver Storm”-Reihe – einer Buchreihe über Eishockey-Spieler. Band eins „Behind the net“ habe ich schon vor längerer Zeit gelesen und der Auftakt hat mir damals gut gefallen. Mit Band zwei habe ich mir etwas Zeit gelassen, bis Band drei endlich kurz vor dem Erscheinungstermin stand, um die Reihe danach bestmöglich direkt fortführen zu können. Auf Band vier und fünf muss ich jetzt wieder etwas länger warten.

Worum geht es in „The Fake Out“?
Hazel ist Physiotherapeutin beim Team „Vancouver Storm“, träumt aber von einem eigenen Yoga-Studio, in dem jeder Mensch sich wohlfühlen soll – ganz egal, wie sportlich, welche Vorerkrankungen oder ähnliches sie mitbringen. Doch als ausgerechnet ihr Ex-Freund Teil der Mannschaft wird, muss sie sich überlegen, ob sie ihrer Arbeit als Physiotherapeutin weiter nachgehen möchte.
Rory ist Spieler bei „Vancouver Storm“ und hat sein Leben lang nichts anderes als Eishockey gekannt. Sein Vater hat seine Karriere immer unterstützt und gefördert, aber Rory hat inzwischen Zweifel. Macht ihm das Spielen überhaupt noch Spaß? Der Trainer sieht jedoch einen möglichen Kapitän in ihm.
Hazels Ex-Freund ist ihm ein Dorn im Auge und auch Hazel hat nun Probleme mit ihrem Werdegang. Da kommt ihnen die Idee: Rory und Conner täuschen eine Beziehung vor, um ihrem Ex-Freund zu zeigen, dass er keine Chance hat. Das Gefühlschaos ist natürlich vorprogrammiert!
Einstieg und Schwierigkeiten
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leider etwas schwer. Ich habe mich nicht mehr stark an die Handlung aus Band eins erinnern können – was an sich nicht zwingend notwendig ist, da „The Fake Out“ ein anderes Charakter-Paar als sein Vorgänger behandelt. Allerdings glaube ich, dass ein gewisses Grundwissen von Vorteil gewesen wäre. Immerhin ist die Protagonistin aus „The Fake Out“ die Schwestern der Protagonistin aus „Behind the net“. Das erste Charakter-Paar spielt also zumindest in der Nebenstory noch eine minimale Rolle.
Trotzdem habe ich durchgezogen und bin dran geblieben, denn ich fand die Reihe an sich sehr interessant. Ich weiß nicht, ob es letztendlich an der Geschichte selbst oder den Charakteren lag – oder der langen Pause zwischen dem Lesen von Band eins und zwei – aber ich kam leider nur langsam beim Lesen voran und es zog sich alles etwas.
Kurze Kapitel, aber sympathische Protagonisten
Die Kapitel sind zum Großteil sehr kurz gestaltet und meist nur maximal zwei bis drei Seiten lang. Was mich sonst eher dazu bringt, das Buch zügig zu lesen, hat mich hier eher rausgeholt. Manche Kapitel hätten einfach deutlich mehr Seitenlänge vertragen können, statt ständig zu springen. Insbesondere da „The Fake Out“ – ähnlich wie sein Vorgängerband – aus zwei Perspektiven erzählt. Nämlich die der zwei Protagonisten.
Und genau die zwei Personen haben mir an sich richtig gut gefallen. Sie waren mir sympathisch, wurden realistisch dargestellt und gerade der männliche Protagonist ist ein Boyfriend, von dem man gerne mehr liest. Heutzutage würde man ihn wahrscheinlich als „wandelnde Green Flag“ bezeichnen. Rory sorgt sich, stellt die Frau nicht hinten an, sondern priorisiert sie und ist insgesamt ein echt toller Kerl.
Natürlich haben sowohl Rory als auch Hazel mit den Problemen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Im Verlauf der Geschichte kann man dadurch ihre Entwicklung mitverfolgen, was mir persönlich immer gut gefällt. Man erfährt, wie alles zu Stande kam, erlebt, wie es sich aktuell auf die Gegenwart auswirkt und sieht genau, wie die Zukunft aussehen kann.
Fazit
Normalerweise wäre „The Fake Out“ für mich eine perfekte Fortsetzung der „Vancouver Storm“-Reihe gewesen, hätte ich nicht die kleinen Schwierigkeiten beim Lesen gehabt. Ob es nun wirklich am Stil oder vielleicht doch zum Teil an der Geschichte lag, kann ich nicht genau benennen. Da mich aber gerade die Protagonisten doch sehr überzeugt haben mit ihrer Charakterstärke, bin ich dran geblieben und wurde am Ende nicht enttäuscht. Für mich also eine solide Fortsetzung mit Schwächen, die ich trotzdem weiterempfehlen kann. Ich bin jetzt gespannt auf Band drei „The Wingman“ und hoffe, dass mir das Lesen dort wieder leichter fällt.

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Inhalt
Sie hat der Liebe abgeschworen, doch er bringt ihr Herz zum Schmelzen
Hazel ist die Physiotherapeutin der Eishockey-Mannschaft Vancouver Storm. Als ausgerechnet ihr Ex Connor als neuer Spieler im Team begrüßt wird, ist sie kurz davor, alles hinzuwerfen. Die Beziehung zu ihm war ein riesiger Fehler, den sie einfach nur vergessen möchte. Auf Rory liegen die Hoffnungen des Trainers. Doch er befindet sich in einer Krise und zweifelt grundsätzlich an seiner Karriere. Gegen den Rivalen Connor empfindet er von Anfang an eine heftige Abneigung. Was läge da näher, als sich mit Hazel zusammenzutun und ein Liebespaar vorzugeben, um Connor zu reizen? Womit die beiden nicht rechnen: dass aus ihrem Spiel rasch Ernst wird …
(Klappentext / Heyne Verlag)
Informationen
Titel: The Fake Out *(Werbung)
Autor: Stephanie Archer
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 12. März 2025
Seiten: ca. 464 Seiten
Übersetzung: Leena Flegler
Reihe: Vancouver Storm Band 2
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