The Wingman von Stephanie Archer [Buchrezension]

„The Wingman“ von Stephanie Archer ist der dritte Teil der „Vancouver Storm“-Reihe und nachdem ich „The Fake Out“ kurz vorher gelesen hatte, musste ich direkt mit der Buchreihe über Eishockey weitermachen. Auch wenn ich bei Band zwei meine Schwierigkeiten hatte, war ich super neugierig auf den nächsten Teil der Reihe, denn immerhin gefällt mir die Charakterauswahl in den Büchern immer sehr.

Worum geht es in „The Wingman“?

Darcy hat sich erst vor kurzem von ihrem langjährigen Freund getrennt und ist erstmal bei ihrem besten Kumpel Hayden untergekommen. Er ist bekannt dafür, ein „Player“ zu sein und einige Frauen zu daten. Daher möchte Darcy sich Tipps von ihm für das Datingleben holen, denn sie möchte ihr Single-Leben nun voll auskosten.

Doch für Hayden ist es schwer, Darcy mit anderen Männern zu beobachten. Trotz seiner Eifersucht unterstützt er sie und gibt ihr Ratschläge. Es bleibt jedoch nicht nur bei Worten, sondern auch Taten. Denn irgendwoher muss Darcy ja Lernmaterial bekommen. Ob das wohl gut geht?

Einstieg und Entwicklung der Reihe

Im Gegensatz zum Vorgängerband kam ich deutlich besser in „The Wingman“ rein. Tatsächlich frage ich mich, ob das auch an der Übersetzung liegen kann, denn ich habe im Nachgang festgestellt, dass sich die Übersetzer zwischen allen drei bisher erschienenen Bänden unterscheiden. Band vier wird die gleiche Übersetzerin haben wie bei Band drei. Daher bin ich auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mir mit diesem Teil dann gehen wird.

Auch in diesem Buch bekommen wir es wieder mit einem neuen Charakterpaar zu tun. Stephanie Archer bindet die künftigen Charaktere immer schon im Vorgängerband ein, sodass man sie zumindest bereits kennt. Das fand ich bei Band zwei noch etwas komisch, aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Allein deswegen empfehle ich weiterhin, dass man nicht zu viel Zeit zwischen dem Leser der Bände verstreichen lassen sollte. Ja, man kann auch so wieder in die Geschichte eintauchen. Das Gesamtgefühl beim Lesen ist aber deutlich angenehmer, wenn man noch weiß, wie die Vorgeschichte war.

Erzählstil und Charakterentwicklung

Die Kürze der Kapitel zieht sich in der „Vancouver Storm“-Reihe definitiv durch. Meist sind sie zwischen drei bis vier Seiten lang. Selten auch etwas länger. Was mich beim Vorgänger noch behindert hat, da ich dadurch nur schwer vorangekommen bin, hat mich in „The Wingman“ gar nicht mehr gestört. Stattdessen hatte ich gute Haltepunkte für eine Lesepause, war aber trotzdem immer neugierig, wie die Geschichte weitergehen wird.

Der „dual point of view“ – also der Erzählstil aus der Sicht beider Protagonisten – gibt einen guten Einblick in beide Gedankenwelten, sodass wir sowohl Darcy als auch Hayden näher kennenlernen können. Im Gegensatz zu „The Fake Out“ haben beide keine dramatischen Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen. Stattdessen geht es in „The Wingman“ eher darum, sich selbst näher kennenzulernen, zu finden und vor allem herauszufinden, was man eigentlich mag bzw. wer man wirklich ist. Denn Darcy hat lange Zeit ihr Selbst unterdrückt und hat sich angepasst.

Themen, Humor und Figuren

Das Buch spielt allgemein aber auch viel mit Humor und geht offen mit Themen um. Gerade sonst eher schambehaftete Themen werden in die Handlung integriert, was mir sehr gut gefällt, denn damit wird genau diese Scham davon genommen. In meinem Alltag wird über viele Dinge einfach gesprochen und genau das möchte ich auch in Büchern mehr lesen. Immerhin haben wir mit Erotikszenen inzwischen auch keine Probleme mehr beim Lesen.

Eins muss ich Stephanie Archer auch lassen: sie schafft es, die „starken“ Eishockey-Spieler immer als nachher doch eher sanfte Männer darzustellen, die sich dafür interessieren, was die Frau denkt und fühlt. Die sich für die Frau einsetzen, ihr Komplimente machen und voll dabei sind. Hayden mag zwar als „Player“ dargestellt werden, aber man merkt im Verlauf des Buches schnell, was eigentlich in ihm steckt und wie er wirklich tickt. Das mag ich so an diesem Buch und insgesamt der Reihe. Die Protagonisten sind immer sehr sympathisch, zeigen Nähe und Empathie.

Fazit

Zusammenfassend kann ich „The Wingman“ von Stephanie Archer also sehr empfehlen. Es war ein gelungener dritter Teil der „Vancouver Storm“-Reihe – für mich vom Stil her auch noch mal deutlich besser als Band zwei, was ggf. auch am Wechsel der Übersetzerin liegen kann. Die Charaktere überzeugen wieder und auch die Handlung hat mich sehr mitgerissen. Natürlich sind einige Dinge sehr offensichtlich und vorhersehbar, das stört aber die Handlung nicht und es macht trotzdem viel Spaß beim Lesen. Ich bin gespannt auf Band vier, der im Herbst 2026 erscheinen soll und freue mich schon auf das Wiedersehen mit alten Bekannten.

Mehr zum Buch

Inhalt

Er ist ihr bester Freund. Ihr Flirt-Coach. Und plötzlich alles, was sie will.

Darcy Andersen ist frisch getrennt, unsicher und bereit, endlich das Datingleben voll auszukosten. An ihrer Seite: Hayden Owens, Eishockey-Profi, attraktiver Frauenschwarm – und ihr langjähriger bester Freund. Als ihr persönlicher Wingman bringt er Darcy alles bei, was sie seiner Meinung nach über Männer wissen muss. Hayden versteht sich darauf, Herzen zu erobern – aber nicht darauf, was er mit seinem eigenen anfangen soll, sobald Darcy tatsächlich mit anderen Männern flirtet. Ihre Küsse sind nur Training. Das gemeinsame Bett ist nur praktisch. Und das vibrierende Spielzeug? Nur ein Gefallen für eine Freundin … Oder? Die Grenzen verschwimmen immer mehr, und bald muss Darcy sich fragen, ob Hayden nicht schon lange sehr viel mehr für sie ist als ein guter Freund …

(Klappentext / Heyne Verlag)

Informationen

Titel: The Wingman *(Werbung)
Autor: Stephanie Archer
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 11. März 2026
Seiten: ca. 464 Seiten
Übersetzung: Silvia Kinkel
Reihe: Vancouver Storm Band 3

Transparenz

Dieses Buch wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag zur Verfügung gestellt. Mit einem Sternchen (*) markierte Links sind Affiliatelinks. Mehr dazu.

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